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Mai 6, 2020

Gemeinsam und digital durch die Krise


News vom Fechten
General
Peche

Gemeinsam und digital durch die Krise Auch der Fechtsport in Sachsen wurde von der Coronakrise hart getroffen. Von einem Tag auf den anderen waren Vereine geschlossen, Training und Turniere abgesagt. Besonders die im Sport wichtigen sozialen Bindungen im Verein leiden in der Krise.

Doch mit einem digitalen Trainingskonzept steuern Vereine und Verband aktuell gemeinsam innovativ durch die Krise. Die Grundfrage lautete zunächst, wie kann man weiter in Kontakt bleiben und gemeinsam trainieren, wenn man sich gar nicht treffen kann. Zunächst schickten die Trainerinnen und Trainer Videoanleitungen und Trainingspläne an die Sportlerinnen und Sportler, aber hier fehlte natürlich die Rückkopplung und das gemeinsame Erleben. Verbreitet durch die sozialen Medien schwappte aus den USA eine neue Welle in den Fechtsport. Online Livetraining. Dabei leiten Trainerinnen und Trainer die Sportlerinnen und Sportler daheim in ihren Wohnzimmern über Videokonferenzen beim Training an. Onlinetraining muss gut vorbereitet sein. Neben Kameratechnik und Computer, braucht man einen klaren Aufbau der Einheit. Alle müssen sich pünktlich einloggen und den Erklärungen und Anleitungen des Trainers folgen. Mitzubringende Materialien müssen vorab kommuniziert werden, damit zwischendurch nicht alle weglaufen und ihre Sachen suchen. Richtig fechten ist online natürlich nicht möglich, aber so oft es geht setzen die Trainerinnen und Trainer auch Waffe und Stoßpolster mit ein. Der Aufwand ist als Verband natürlich viel besser zu stemmen, haben doch auch die Fechttrainerinnen und Fechttrainer meist Kinder zu Hause, die betreut werden müssen. Sowieso hat Corona den Alltag ja für alle durcheinandergewürfelt.

In der Region Leipzig wurde auf Initiative von Anja Schache (TV Markleeberg) das erste Kooperationsmodell beim Onlinetraining aufgebaut. Hierbei stellen die Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus Markleeberg, Schkeuditz und Leipzig ein vielseitiges Trainingsangebot zur Verfügung. Diese beinhalten koordinative Einheiten, Kraftübungen, wie auch fechtspezifische Einheiten und auch theoretische Aspekte des Sports werden beleuchtet. Diese Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. 30-60 Sportlerinnen und Sportler trainieren jetzt täglich nach vorgegeben Stundenplan online zusammen. „Anfangs haben viele Vereine mit Trainingsplänen und vorgefertigten Videos gearbeitet die die Sportlerinnen und Sportler selbstständig daheim durchführen sollten. Das wurde leider nicht so gut angenommen wie erwartet. Mit den Live Trainingseinheiten haben wir es allerdings geschafft, Impulse zu setzten und unsere Athletinnen und Athleten zu motivieren weiterhin ihren Sport durchzuführen“ so Landestrainer Christian Büttner. Ende April begannen die Bemühungen, das Konzept auf ganz Sachsen zu übertragen. „Wir wollten aber bewusst eine regionale Trennung reinbringen, denn die Einheiten in der Region Leipzig sind richtig voll. Hundert Sportlerinnen und Sportler lassen sich auch online schwer trainieren, denn es soll ja auch um Feedback und Kommunikation gehen.“ so Landestrainer Büttner.

In Kooperation mit den Vereinen der Region Dresden und Ostsachsen wurden auch erste Einheiten für diese Region angeboten. Dabei auch Anleitungen zur Reparatur von Fechtmaterial und Gefechtsanalysen. „Ein großer Vorteil ist es, dass wir viele sehr motivierte und kompetente Trainerinnen und Trainer zur Verfügung haben ein breites Angebot stellen können.“ so Büttner weiter. Die Entwicklungen sind in vollem Gange und man lernt auf allen Seiten täglich hinzu. Fest steht jetzt schon, dass Onlinetraining auch nach Corona eine spannende Erweiterung zum klassischen Training werden kann. Egal wie lange die Einschränkungen noch gelten, die sächsischen Fechterinnen und Fechter haben den Kampf angenommen und gehen neue Wege. „Innerhalb dieser schwierigen Zeit hat sich eine unvergleichliche Kooperation über Vereine und Disziplinen hinaus formiert“ so Büttner. Klar ist aber auch, dass sich alle Fechterinnen und Fechter momentan nach der Halle und dem Kreuzen der Klingen sehnen. „Der Zweikampf auf der Bahn kann aber leider durch nichts ersetzet werden. Wir hoffen sehr, dass die Krise bald abflacht und für alle wieder Normalität einkehrt. Wir hoffen sehr, dass wir für diesen Zeitpunkt diese Art der Zusammenarbeit mitnehmen können“ bilanziert der Landestrainer Christian Büttner.